Am 12.07.2014 begrüßte die CDU Weststadt Südstadt Bergheim Heidelberg unseren Landesvorsitzenden und stellv. CDU-Bundesvorsitzenden Thomas Strobl, der zum Thema ;„Die Zukunft der Volkspartei“ sprach.

Neben dem stellv. Stadtbezirksvorsitzenden Alexander Riemer begrüßten der Kreisvorsitzende Eyke Peveling sowie unser Bundestagsgeordneter Dr. Karl A. Lamers die zahlreich erschienenen Interessenten."(...) Wie schaffen wir es, Milieus und Gesellschaftsgruppen anzusprechen, die wir bisher nicht erfolgreich ansprechen? Wie entwickeln wir eine breite, heterogene und bunte Mitgliederbasis, die möglichst gut parteiintern die Gesellschaft widerspiegelt und: welche Visionen und Werte hat unsere CDU für die nächsten Jahre und Jahrzehnte? Keine einfachen Fragen, aber Sie, lieber Herr Strobl, stellen sich immer wieder und auch selbstkritisch diesen Fragen – dafür sind wir Ihnen sehr dankbar“, so Alexander Riemer. In seiner herzlichen Begrüßung erwähnte Thomas Strobl seine Verbundenheit zu Heidelberg und in einem darauffolgenden ca. halbstündigen Referat beschrieb er schwerpunktmäßig die Herausforderungen der CDU in Großstädten wie Heidelberg. „Das mit der „CDU pur“, also die klassischen CDU-Themen verkaufen, können wir ganz gut. Was wir aber in Großstädten brauchen ist eine ‚CDU plus‘, wir müssen uns moderner, offener und mit neuen Themenschwerpunkten den Menschen stellen“, so Strobl. Dabei spielten bspw. sowohl die Vernetzung innerhalb einer Stadt in Vereinen und Organisationen als auch die „unkonventionelle und offene“ Selbstdarstellung von wichtigen CDU-Persönlichkeiten eine entscheidende Rolle. Es gelte, Berührungsängste abzubauen, auf Milieus und Vereine zuzugehen, die man (bewusst oder unbewusst) bisher nicht berücksichtigt hatte und neue Persönlichkeiten für die Christdemokraten zu gewinnen. Als Beispiele für eben solche Personen, die es auch in schwierigen Großstädten schaffen, die CDU positiv darzustellen, nannte Strobl u.a. den Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt, der sowohl Mitglied bei attac als auch beim CDU-Wirtschaftsrat sei, sowie den Schwäbisch Gemünder OB Richard Arnold („liberal, unkonventionell, homosexuell!“). Insgesamt müsse die CDU jünger, bunter und weiblicher werden, um die Gesellschaft besser zu repräsentieren. Bemerkenswert wirkte die Aussage von Strobl, dass die CDU trotz Ihres Bemühens, moderner aufzutreten, nicht die Funktion habe, „Trendsetter“ zu sein. Es sei, so Strobl, gar nicht so schlecht, wenn eine so große Volkspartei wie die CDU gesellschaftliche Entwicklungen erst einmal etwas zurückhaltend beobachtet und nicht gleich jedem Trend hinterherrennt. Parteiintern habe die baden-württembergische CDU für die Modernisierung innerhalb der Christdemokraten in Deutschland seit 2011 schon einige Arbeit geleistet; beispielsweise durch die Öffnung der Parteitage für alle Mitglieder oder durch das Projekt „Frauen im Fokus“, welches sich darum bemüht, die Interessen und Bedürfnisse von Frauen und weiblichen CDU-Mitgliedern stärker als bisher zu berücksichtigen.