Am 07. März fand im Rahmen des Landtagswahlkampfes eine ganz besondere Veranstaltung statt: Rainer Wendt, Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), besuchte die CDU Heidelberg.

 

Zu Beginn begrüßte der Kreisvorsitzende der CDU Heidelberg, Alexander Föhr, alle Gäste in der Stadtbücherei. Vor vollem Saal machte Föhr deutlich, dass die CDU aus den Fehlern der Vergangenheit lernen möchte. In der kommenden Legislaturperiode wolle man nicht an der inneren Sicherheit unseres Landes sparen, sondern sich für mehr Bürgernähe der Polizei einsetzen. Insbesondere in Heidelberg sei eines eigenes Polizeipräsidium unabdingbar.

Im Anschluss an Föhr sprach die CDU-Landtagskandidatin Prof. Dr. apl. Nicole Marmé. Auch sie betonte noch einmal die Wichtigkeit der Polizei. „Die Polizistinnen und Polizisten leisten jeden Tag hervorragende Arbeit, obwohl es ihnen an Personal und Material fehlt. Die Regierung spart unsere Polizei kaputt – trotz steigender Kriminalität in Baden-Württemberg. Wie soll die Polizei da noch unser Freund und Helfer sein?“, so Marmé.

In seinem Vortrag konnte Rainer Wendt seine Vorredner nur unterstützen. Auch er prangerte die Zentralisierungsmaßnahmen der baden-württembergischen Polizei an. Sowohl eine Zentralisierung der Ausbildungsstandorte für junge Polizistinnen und Polizisten, als auch die Zentralisierung von Kriminalitäts- und Unfallaufnahmestellen seien unzumutbar. Wendt: „Die Aufnahme von Unfällen gehört zum täglichen Brot eines Polizisten. Es kann nicht sein, dass diese Routinearbeit nun ausgelagert wird und man bei Unfällen in unmittelbarer Umgebung erstmal auf die Kollegen von der weit entfernten Aufnahmestelle warten muss. Dies ist keinesfalls im Sinne der Bürgerinnen und Bürger.“ Zur Lösung schlug Wendt drei Offensiven vor: Zunächst müsse man eine Ausbildungsoffensive starten. Dazu gehöre auch, attraktive Ausbildungsstandorte zu schaffen und diese nicht zu zentralisieren. Als zweiten Schritt nannte Wendt die Modernisierungsoffensive. Neue Herausforderungen wie Internetkriminalität oder europaweit organisierte Gruppierungen verlangten nach angemessener Ausrüstung und Schutzkleidung. Hiervon sei die baden-württembergische Polizei noch weit entfernt. Als dritten und letzten Schritt sprach Wendt eine Offensive zur Entlastung der Beamten an. In Baden-Württemberg hat die Polizei über 1,3 Millionen Überstunden angesammelt. Viele Polizistinnen und Polizisten arbeiten damit an und über ihrer Belastungsgrenze. So könne es keinesfalls weitergehen.

Gestärkt durch den Input des Vorsitzenden der DPolG konnte die CDU Heidelberg sich damit in die letzten Wochen des Wahlkampfes begeben.